Clown

21 - Niklas König in seinem zweiten Berufsleben als Clown Casi

Eigentlich konnte ich Clowns nie leiden! Ich fand sie nicht lustig und sie langweilten mich. – Durch meine langjährige Arbeit rund um den Zirkus landete ich 2009 als Teilnehmer in einem Clownkurs. Clown zu sein, begeisterte mich sofort. Es war liebe auf den ersten Blick! Bei jeder Gelegenheit wurde ich zu diesem neugierigen, unvoreingenommenen Kind, das in jedem Moment die Welt neu entdeckt.

Viele meiner Workshopteilnehmer machen eine ähnliche Erfahrung. Lesen Sie hier!

Seminare u.a. mit Bruno Zülke vom Zentrum für Artistik und Theater sowie mit Krispin Wich vom Galli-Theater Erfurt , überzeugten mich davon, eine fundierte Clownausbildung zu absolvieren.

Im November 2011 entschied ich mich zu einer professionellen Ausbildung in Spanien bei der bekannten Clownschule Escola de Clown de Barcelona. Die ich 2012 und 2013 erfolgreich absolvierte.

Seither (2012) genieße ich als Clown den Kontakt zum Publiukm bei Festivals, Conventions, Firmen- und Stadtfesten sowie privaten Veranstaltungen. In der Theater/Walk-Act Produktion FOIAH! der Evil Flames Fire Company wurde die Verbindung von Clown und Feuer realisiert. Als Feuer-Endzeit-Clowns begeistern wir das Publikum, schockieren es und regen immer wieder zu neuen Lachsalven an.

Alles zu meinen Kunstprojekten erfahren sie auf meiner Webseite www.casipan.de.

Neben meiner künstlerischen Tätigkeit bereitet es mir immer wieder große Freude, den eigenen persönlichen Clown meiner Workshopteilnehmer zu wecken und meinen Coachees durch den Clown neue Sichtweisen auf die Welt zu ermöglichen. 

Ein Clown ist niemals fertig mit seiner Ausbildung. Er weiß ja nichts ;). Von Oktober bis Dezember 2015 war ich erneut zur Fortblidung. Dieses mal auf Menorca in der Schule von Eric de Bont. Dort habe ich vor allem gelernt, wie ich mich zu anderen Auffassungen des Clown abgrenze. Insbesondere zum Theaterclown.

Neben der praktischen Arbeit, hat mich die Forschung immer sehr interessiert. Die Veröffentlichung „Der Clown als systemischer Coach“ ist der erste Versuch, meine Erkenntnisse zu systematisieren. Zur Zeit arbeie ich an dem Coachee in der Rolle des Clowns. Insbesondere analoge Spiele als Intervention im Coaching, sowie der Einsatz von Inszenierungen und Re-Inszenieren bilden mein Hauptinteresse. Genauer untersuche ich ebenfalls die verschiedenen Balancetechniken des Zirkus, wie Slackline, Akrobatik und Rola Bola, sowie die Rolle der Jonglage bei der Herangehensweise an komplexe Herausforderungen.

Manchmal sieht man ihn nicht. Doch der Clown ist in fast all meinen Aktivitäten präsent. Selbstbewusst intendiert er stets sein Publikum zu begeistern. Dabei bleibt er so vorhersagbar wie die Quantenmechanik.

Theorie zur Ausbildung von Clown und Coach